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Montag, 4. Juli 2011

Ich bin Japan

Ich muss in diesen Tagen oft an Japan denken.
Zuerst das Erdbeben - in meinem Fall der Jobverlust. Mein Gebäude ist stark und fest verankert. Ich halte die heftige Erschütterung gut aus, ein paar Risse, aber alles steht noch.
Dann der Tsunami - mein Mann wird krank, ich mache mir Sorgen. Mein Nervenkleid ist dünn, schon schwieriger.
Und jetzt Fukushima - niemand weiß genau, was sich in seinem Körper abspielt, wir müssen Fachleuten vertrauen das Richtige zu tun. Die Langzeitfolgen sind nicht absehbar.

Der Wiederaufbau des gesamten Systems wird langwierig und anstrengend.
Die Japaner gehen stoisch und diszipliniert mit ihrer Situation um, ein gutes Vorbild.



Dienstag, 28. Juni 2011

Daddy-Sitting!

Leider ist der Akku meiner Kamera leer, sodass ich keine Bilder von unserer Idylle machen kann. Mein Bruder und ich passen auf unseren 80-jährigen Vater auf, während meine Mutter einen Kurzurlaub bei ihrer Schwester in Schweden macht.
Die Tage sind klar strukturiert und es ist alles in Ordnung, wenn immer die gleichen Routinen abgewickelt werden. Mein Vater ist sehr charmant und dankbar und hat sich sein Leben gut eingerichtet. Was er nicht kann und was er einfach nicht tun will, behält er für sich!
Für meinen Bruder und mich ist die Zeit ein Geschenk - ungestörte relativ lange Zeit mit dem Vater und ungestörte relativ lange Zeit miteinander. Wir reden viel, auch über das "Eingemachte"...
Wie bei so vielen guten Taten bekommt man auch bei dieser unglaublich viel zurück!

Samstag, 25. Juni 2011

In Würde altern!



Wenn ich mir die ausdruckslosen Gesichter der Botox-Queens in Hollywood ansehe oder die zu Fratzen operierten Gesichter russischer Millionärs-Frauen, dann ist älter werden für viele offenbar schon sehr schwer.
Dabei werden Dinge und Menschen, die Qualität haben, so schön alt.

Meine Bauch- und Kopfadresse!


Der Zufall will es, dass sich zwei besonders wichtige Angelpunkte meines Lebens momentan im selben Haus befinden.
Im zweiten Stock die beste Freundin mit Zuspruch, Prosecco und langer, inniger Freundschaft.
Im vierten Stock meine Coaches mit Arbeitsmarktkenntnissen, Potentialanalysen, Wegweisern.

Mein Lesesommer - so viele gute Bücher gibt es!

Samstag, 18. Juni 2011

Hyper real!

Mein Bruder hat meine momentane Situation gut auf den Punkt gebracht:
"Wie nach der Matura aber mit Geld"!
Das triffts, finde ich! Von Pflichten erlöst und noch keine neuen in Sicht, aber auch eine ungewisse Zukunft ... wird es Chancen geben, werde ich die richtigen ergreifen usw.
Auf jeden Fall ist es eine Zeit der extrem verschärften Wahrnehmung, man hat die Zeit aber auch die Notwendigkeit alles ganz genau anzuschauen, Möglichkeiten zu erkennen, immer wieder zu prüfen, ob der Weg, den man eingeschlagen hat, der richtige ist.
Abgesehen davon sieht man die Schönheit der Natur intensiver, beobachtet wie lange ein Haubentaucher unter Wasser bleiben kann, wie sich die verschieden alten Bretter auf einem Bootssteg verändert haben und ein Konzert mit einer französischen Pianistin erlebe ich auch ganz anders als jedes Konzert davor.

Der Blick aus meinem Hotelzimmer am Wörthersee!